Regenwaldschutz

Regenwaldschutz ist Klimaschutz

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Klimaschutz ist Regenwaldschutz

© David Iliff, lizenziert unter CC BY-SA 2.5, Quelle: Wikimedia

Der Regenwald ist ein gigantischer CO2-Speicher, der durch die Abholzung jeden Tag kleiner wird. Die Regenwälder geraten durch die Erdüberhitzung unter Stress und können einen Kipppunkt erreichen, bei dem sich weite Teile dieser Wälder durch die Klimaveränderungen in Savannen verwandeln.

Die Top 5 für den Schutz des Regenwaldes

1. Reduziere Deinen Fleischkonsum!

Riesige Flächen Regenwald werden für Sojaplantagen für die Futter­mittelindustrie oder für Viehweiden gerodet. Das ist zum Beispiel einer der wichtigsten „Brandbeschleuniger“ für die Waldbrände in der Amazonas-Region in Brasilien. Also weniger Fleisch essen und wenn, dann regionales Biofleisch.

2. Kaufe konsequent Produkte aus Recycling-Papier!

Damit tut man nicht nur den Regenwäldern etwas Gutes, sondern allen Wäldern weltweit. Knapp jeder fünfte gefällte Baum weltweit landet für die Zellstoffproduktion in der Papierindustrie. Der Zellstoff ist ein wertvoller Rohstoff, denn Papier kann bis zu sieben Mal recycelt werden. Klopapier, aber auch Taschentücher, Kosmetiktücher, Küchenpapier landen jedoch nicht im Recyclingkreislauf. Klopapier, Taschentücher und Küchenpapier aus Frischfasern sind eine unglaubliche Verschwendung!

Also: Alle Papierprodukte mit dem Blauen Engel kaufen – und generell Papier sparen wo es geht, z.B. keine ToGo-Becher, wenig Online-Shopping und natürlich das Papier richtig recyceln.

3. Meide Palmöl!

Für Palmölplantagen wird beson­ders in Indonesien und Malaysia sehr viel Regen­wald vernichtet. Dass Palmöl in vielen Fertigpro­dukten, Kosmetika und Waschmitteln drin ist, ist vielen schon bekannt. Aber dass rund 44% des Palmölverbrauchs in Deutschland sich als Biodiesel-Beimischung in jedem Liter Diesel, den man tankt, versteckt, weiß kaum jemand. Im Supermarkt hilft Dir die App „Codecheck“, mit der Du den Barcode der Produkte scannen kannst und erfährst, ob Palmöl, Mikroplastik oder andere schädliche Stoffe in dem Produkt enthalten sind.

4. Kein Tropenholz auf den Grill!

Deutschland importierte 2018 233.000 Tonnen Holzkohle für die Herstellung von Grillkohle. Was die meisten nicht wissen: viele Grillkohlen kommen aus Regionen mit illegalem Holzeinschlag, und der WWF entdeckte in jeder zweiten getesteten Grillkohle sogar Tropen­holz. Also: Beim Holzkohlekauf auf das FSC- oder Naturland-Siegel und auf heimisches Holz achten. Oder besser noch auf Alternativen wie Maisgriller, Olivensteine etc. umsteigen!

5. Kaufe Schokolade, Kaffee und Kakao nur mit einem Fairtrade-Siegel!

Der Anbau dieser Produkte ist ein Riesengeschäft. In vielen Tropenländern werden Regenwälder abgeholzt, um Kakao- und Kaffee-Monokulturen anzulegen. Dabei ist der Kakao-Baum ein Regenwaldgewächs, das am liebsten unter größeren Schattenbäumen steht. Man kann Kakao also auch in einem intakten Wald-Ökosystem anbauen, ohne dieses zu zerstören. Wenn Du faire Schokolade, Kakao und Kaffee kaufst, hilfst Du gleichzeitig den Kleinbauern vor Ort, die sich über diesen regenwaldfreundlichen Anbau eine Lebensgrundlage für ihre Familien aufgebaut haben.

Weitere tolle Informationen und Tipps findest Du auf den Seiten von OroVerde.